KaffeeNews

aktualisiert: 16.09.2022

Costa Rica, Guatemala, Honduras und Nicaragua

  • Es ist das erste Mal seit 25 Jahren, dass kein Hurrikan in den mittelamerikanischen Ländern ein großes Chaos angerichtet hat. Die offizielle Hurrikan-Saison dauert allerdings noch bis November. Die Meteorologen beobachten die Wetterlage genau, und wir drücken die Daumen, dass der neue 25-Jahres-Rekord für die gesamte Saison eingestellt werden kann.

  • Da wir uns dem offiziellen Ende des Kaffeejahres (30. September) nähern, sehen wir, dass die Exportzahlen hinter den Erwartungen zurückbleiben. So wird beispielsweise aus Honduras, dem größten Produzenten von gewaschenem Kaffee in Mittelamerika, erwartet, dass die Ausfuhren um 10% unter denen der letzten Saison liegen werden. Auch Costa Rica bildet hier keine Ausnahme. Das Land exportierte 5,5% weniger Kaffee als in der 20/21-Ernte.

  • Die guten Wetterbedingungen mit reichlich Regen und Sonnenschein begünstigen die Entwicklung der Ernte 22/23 und die Kaffee-Kirschen entwickeln sich prächtig.
    In einigen verstreuten Regionen mit übermäßigen Regenfällen sind vereinzelt Roya-Ausbrüche aufgetreten.

  • Die Kaffeebauern nutzen die relativ ruhige Zeit und bereiten sich auf die bevorstehende Ernte vor. Sie führen Wartungs- und Reparaturarbeiten an ihren Anlagen durch. Außerdem werden Farmer, die einer Kooperative angehören und an einem Zertifizierungssystem - wie Fairtrade, Bio, Rainforest Alliance usw. - teilnehmen, geschult und bereiten sich auf interne und externe Zertifizierungs-Audits vor.

  • In den niedriger gelegenen Regionen Mittelamerikas wird die Ernte voraussichtlich schon im Oktober beginnen. In den mittel- und höher gelegenen Gebieten beginnt sie dann wohl einen Monat später.

  • Die Produktionsprognosen für die kommende Saison sehen ermutigend aus. Wenn die Preise auf einem hohen Niveau bleiben, dürften die Kaffeefarmer auf eine sehr gut Saison hoffen:

Kenia

  • Die Fly-Crop ist eingefahren und wird nun in den Nassmühlen (Washing Stations) verarbeitet. Die Qualität sieht sehr vielversprechend aus.
    Das Wetter ist typisch für diese Jahreszeit, mit trockenen und sonnigen, aber im Allgemeinen kalten Tagen.

  • Die Marketing Agents sind damit beschäftigt, den Kaffee auf der Auktion zu verkaufen und und die Dry-Mills laufen hochtourig um Parchment zu schälen, dann Rohkaffee abzusieben, säubern, verkosten und für den Export vorzubereiten.

  • Abgesehen von einigen üblichen Verzögerungen und Schwierigkeiten bei der Suche nach brauchbaren Containern verlaufen die Aktivitäten im Hafen von Mombasa relativ reibungslos.

Ruanda

  • Die jüngsten Regenfälle haben in den östlichen, südlichen und westlichen Kaffeeanbaugebieten die Blütezeit eingeleitet. Das ist immer eine fantastische Jahreszeit; die Kaffeefelder sind weiß bedeckt und es duftet nach Jasmin...
  • Die Grenzen zwischen Ruanda und Tansania sind offen, und LKWs können ohne größere Verzögerungen passieren. Die Transportlogistik ist langsam, aber das ist angesichts der relativ schlechten Straßeninfrastruktur und der langen Entfernungen nichts Ungewöhnliches. Infolge der steigenden Preise für Diesel und Arbeitskräfte sind die Logistikkosten für den Transport des Kaffees von Kigali (FOT) nach Dar-Es-Salaam (FOB) erheblich gestiegen.