KaffeeNews

aktualisiert: 01.09.2021

Brasilien

  • Die Kältewelle Mitte Juli diesen Jahres hat in Brasilien die Temperaturen unter den Gefrierpunkt fallen lassen. Ein großer Teil der Kaffeepflanzen ist geschädigt, die genauen Auswirkungen auf die kommende Ernte 2022/23 können zu diesem Zeitpunkt noch nicht genauer beurteilt werden, da es regional große Unterschiede gibt.
  • Die letzten Tage brachten in den meisten Kaffeeanbaugebieten heißes und trockenes Wetter mit sich. Die Böden brauchen aber dringend Wasser. Der SOMAR-Wetterdienst rechnet mit ein bisschen Regen im September, aber auch überdurchschnittliche Temperaturen in den Arabica-Regionen. Die Blüte für die nächste Ernte 2022/23 hat noch nicht begonnen, diese wird aller Voraussicht nach von den ersten Regenfälle ausgelöst werden.
  • Unterdessen geht die Arabica-Ernte zu Ende. Die Robusta-Ernte ist bereits abgeschlossen.
  • Die Lagerhäuser füllen sich mit Kaffee und die Trockenmühlen sind voll damit ausgelastet, den Kaffee für den Export aufzubereiten.
  • Die Logistik im Hafen ist nach wie vor ein Albtraum. Es gibt einen Mangel an verfügbaren Containern und überbuchte Schiffe stornieren ihre Transportverpflichtungen. Infolgedessen steigen die Frachtpreise rasant an.

Kolumbien

  • Starke Regenfälle haben den "Eje Cafetero", die Regionen Risaralda, Quindio, Caldas, Nord-Tolima und Nord-Valle heimgesucht, was zu einigen Überschwemmungen geführt hat und die homogene Reifung der Kirschen an den Bäumen gefährdet.
  • Durch die Streiks in den Häfen von Buenaventura und Cartegena saßen eine Menge an Containern regelrecht fest. Momentan entspannt sich aber die Lage wieder. Dennoch herrscht ein chronischer Mangel an Lebensmittelcontainern und die Reedereien stornieren auch hier die Buchungen ohne vorherige Ankündigung.

Preise für Rohkaffee steigen an

Die internationalen Kaffeepreise für Arabica und Robusta sind - trotz einiger Korrekturen - kontinuierlich gestiegen.
Der New Yorker "C"- Preis für Arabica-Kaffee ist seit Beginn dieses Jahres um ca. 30% gestiegen.
Robusta hat seit Jahresbeginn ebenfalls einen Preisanstieg von ca. 15% zu verzeichnen.
Mit dem aktuellen Ausmaß an Unsicherheit und Unklarheit ist von weiterer Preisvolatilität auf den internationalen Kaffeemärkten auszugehen.