KaffeeNews

aktualisiert: 17.12.2021

Brasilien

  • In den Kaffeeanbaugebieten verzeichnete man in den letzten Wochen gute Regenfälle. Die Bodenfeuchtigkeit erholt sich gut und die Bäume haben im Oktober eine gute Blütezeit erlebt. Es bleibt nun zu hoffen, dass die Reifung der Knospen und schließlich der Kirschen ebenso erfolgreich verlaufen wird. Die Produktionsschätzungen der Experten liegen noch immer weit auseinander. 
  • Die jüngsten Exportzahlen der Brazilian Coffee Exporters Association (Cecafé) zeigen einen Rückgang der Ausfuhren um 32 % in den ersten fünf Monaten des laufenden Erntekalenders (Juli 21 bis Juni 22). Dieser Rückgang kann auf die Auswirkungen der Pandemie, logistische Engpässe in den Häfen und zweifellos auch auf den für die brasilianische Kaffeeproduktion charakteristischen zweijährigen Erntezyklus zurückgeführt werden: die Ernte 20/21 war eine Rekordernte. 
  • Die Hafenlogistik bereitet den Exporteuren nach wie vor großes Kopfzerbrechen.  An den bereits bekannten Problemen - Mangel an Containern, überbuchte Schiffe und Stornierung von Buchungen - hat sich wenig geändert. Einige Exporteure experimentieren mit "Break-Bulk-Verladungen", was bedeutet, dass ein Teil des Schiffes direkt mit Säcken gefüllt wird, ohne einen Container zu verwenden. Dies ist ein spannendes Unterfangen, wird aber wahrscheinlich nicht die Lösung für den Rückstau der Verschiffungen ausgleichen. 

Vietnam

  • Das Wetter im zentralen Hochland Vietnams ist weiterhin extrem nass und regnerisch. Daher hat sich die Ernte leicht verzögert und geht relativ langsam voran. Etwa 40 bis 50 % der Ernte sind bereits eingebracht. 
  • Die schweren Regenfälle fordern ihren Tribut an der Straßeninfrastruktur in den Kaffeeanbaugebieten. 
  • Die Häfen arbeiten mit geringerer Intensität, vor allem wegen der Beschränkungen durch Covid-19 und der Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften.

Papua-Neuguinea

  • Trotz der geringen Durchimpfungsrate in der lokalen Bevölkerung werden die Lockdowns im Hochland aufgehoben. Diese Maßnahme ermöglicht einen reibungsloseren Reiseverkehr zwischen den Provinzen.
  • Im Hochland hat es stark geregnet und es wurden einige Hagelschläge gemeldet, die aber glücklicherweise keine spürbaren Auswirkungen auf die Kaffeebäume hatten. Trotz der derzeit feuchten Witterungsbedingungen sieht die Blüte gut aus.
  • Die Situation am Hafen ist nach wie vor einer der größten Engpässe. Es fehlt generell an geeigneten Lebensmittelcontainern. Die Aktivitäten im Hafen von Lae gehen nur langsam voran.

Peru

  • In den unteren und mittleren Höhenlagen ist die Ernte vorbei. Nur in den hoch gelegenen Gebieten sind noch einige Kirschen zu ernten.
  • Die Trockenmühlen liefen auf Hochtouren, als ein Erdbeben das Amazonasgebiet erschütterte und Straßen und Brücken zerstörte. Bauunternehmen arbeiten Tag und Nacht, um die Infrastruktur wiederherzustellen und den Warentransport zu den Häfen zu ermöglichen. 
  • Die Situation in den Häfen hat sich leicht verbessert. Diese Nachricht muss im Zusammenhang gesehen werden, da zuletzt gar keine Container zur Verfügung standen und Schiffe die Häfen ganz ausließen.